Ergänze die fehlenden Präpositionen.
Jemandem, der mit offenen Sinnen gereist ist, bleiben viele Erinnerungen Gedächtnis, die intensivsten davon sind die Geruchserinnerungen. Was wir einmal gerochen haben, kommt direktem Weg, ohne den Umweg das Großhirn, Bewusstsein. Das Geruchsgedächtnis ist Gegensatz zu den anderen Wahrnehmungen, bei denen so manches Hässliche Nachhinein verschönt wird, unbestechlich. Es lässt sich nicht korrigieren.
Meine ersten Erinnerungen Italien sind einem kleinen Laden, einem Gemischtwarenladen, verbunden, dem es Parmaschinken, Gorgonzola und Putzlappen roch. Immer, wenn ich ähnliche Läden betrete und der Geruch des Putzlappens fehlt, habe ich das Gefühl, etwas zu vermissen. Genau diese spezielle Mischung ist das Profil der Geruchserinnerung verantwortlich, es macht die Erinnerung unverwechselbar.
Ein blühendes Maiglöckchenfeld, ein Jasminstrauch warmer Nacht, ein Rosengarten wunderbar. Doch diese glatten Gerüche bleiben den meisten Menschen ohne Folgen die Erinnerung. Der Geruch eines Gewürzladens in Jerusalem, diese Mischung Weihrauch, Gelbwurz, Myrrhe, Kreuzkümmel und Kardamom verbindet sich mir stets dem Gestank der verbeulten Busse und der Vorliebe israelischer Männer Lavendelrasierwasser.
Der Geruchssinn ist mächtig und regiert das große Reich unseres Unterbewusstseins. Reisen offener Nase wirkt bereichernd. Es ruft uns Bewusstsein, dass die Welt Urlaub nicht schöner oder wohlriechender, sondern anders ist, und bietet uns die Möglichkeit, den Menschen viel näher zu kommen.
