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ÖSD Zertifikat C1 Pflege - Lesen Aufgabe 2 - Forschung zum Altern

Lesen Sie die 10 Überschriften und die 5 Texte. Ordnen Sie dann den Texten (1 - 5) die passende Überschrift (A - K) zu. Pro Text passt nur eine Überschrift.

A Länger leben? Eingriff in Chromosomen birgt Gefahren

B Energie-Pillen helfen gegen Alterskrankheiten

C Genmanipulation lässt auf längeres Leben hoffen

D Neu entdeckte Genvariante bewahrt vor schneller Alterung

E Vorsicht schützt Pessimisten vor Gesundheitsrisiken

F Gesunde Fette erhalten jung

G Neue Wege in der Hormonforschung

H Unterschiede im Alterungsprozess werden vererbt

I Länger fit durch mehr Lebensfreude

K Wundermittel gegen das Altern bisher überbewertet

Text 1 - Überschrift:

Wie schnell wir altern, hängt nicht nur mit unserer genetischen Veranlagung und körperlichen Gesundheit zusammen. Psychosoziale Faktoren spielen dabei ebenso eine entscheidende Rolle, wie texanische Forscher herausgefunden haben. In einer Langzeitstudie mit älteren Männern wurde nachgewiesen, dass ein Zusammenhang zwischen dem Einsetzen körperlicher Gebrechlichkeit und der mentalen Einstellung besteht. Während die Probanden zu Beginn der Studie einen vergleichbaren Gesundheitszustand aufwiesen, so zeigte sich im weiteren Verlauf, dass Männer mit einer pessimistischen Grundhaltung schneller körperlich abbauten als positiv denkende Altersgenossen. Das Gute an dieser Nachricht: Optimismus ist zwar teilweise genetisch bedingt, er lässt sich aber auch erlernen, so die Experten. Die kognitive Verhaltenstherapie hilft zum Beispiel dabei, belastende Gedanken zu erkennen und zu verändern und sich erreichbare Ziele zu setzen. Kleine Schritte zu machen und diese zu genießen - auch das erhält die Gesundheit. [aus einer deutschen Fachzeitschrift]

Text 2 - Überschrift:

Im Grunde klingt es simpel: Wenn ein Mangel an körpereigenen Hormonen zahlreiche Alterserscheinungen mitverursacht, könnten künstlich zugeführte Hormone dem Körper wieder auf die Sprünge helfen. In den USA sind solche vermeintlich verjüngenden Wirkstoffe sogar ohne Rezept erhältlich, was Fachleute in Deutschland jedoch skeptisch sehen. „Bislang konnte für kein einziges Hormon nachgewiesen werden, dass es den Alterungsprozess tatsächlich aufhält", erklärt Prof. Christian Swoboda, Altersmediziner an der Universität Jena. „Zwar können einige dieser Substanzen das subjektive Wohlbefinden steigern, sie sind aber kaum in der Lage, ernsthaften Erkrankungen vorzubeugen - mit Ausnahme vielleicht von Osteoporose." Das gelte auch für Melatonin, das zeitweise als Zauberformel gegen das Altern angepriesen wurde. „Melatonin hilft sehr gut gegen Schlafprobleme und Jetlag", so der Experte, „aber eine lebensverlängernde Wirkung konnte bisher in keiner verlässlichen Studie festgestellt werden." [aus einer deutschen Zeitung]

Text 3 - Überschrift:

Ein Fokus der aktuellen Altersforschung ist der allgemeine Energiestoffwechsel und besonders der Stoffwechsel im Fettgewebe. Schon seit einigen Jahren ist bekannt, dass das Fettgewebe nicht einfach nur eine Lagerstätte für überschüssige Kalorien ist, sondern auch ein Hormone abgebendes Organ, welches damit an der Regulation vieler Körperprozesse beteiligt ist. Zahlreiche Forschergruppen sind mittlerweile dabei, die Hormone aus dem Fettgewebe zu isolieren und zu charakterisieren. Dahinter steht die Hoffnung, Hormone zu finden, die Alterungserscheinungen und Alterserkrankungen entscheidend beeinflussen. Hat man diese erst einmal in der Hand, könnten Methoden entwickelt werden, um die Hormonwirkung von aussen zu steuern und so der Alterung entgegenzuwirken. Wenn z. B. bestimmte alterungsrelevante Hormonwerte im kritischen Bereich liegen, könnten therapeutische Strategien zur Hormonsubstitution oder zur Regulation von Hormonrezeptoren abgeleitet werden. [aus einer Schweizer Zeitung]

Text 4 - Überschrift:

Die unterschiedlichen Prozesse, die einen Menschen altern lassen, sind mittlerweile in wesentlichen Bereichen wissenschaftlich erforscht. Nun sollen auch Maßnahmen, die den Alterungsprozess verlangsamen, in nicht allzu ferner Zukunft möglich sein, sind sich manche Wissenschaftler sicher. Forscher der Universität Freiburg haben etwa in dem winzigen Fadenwurm Caenorhabditis elegans ein Gen entdeckt, das für Alterungsprozesse verantwortlich ist. Dieses Gen bildet ein Enzym, das normalerweise die Aktivierung lebensverlängernder Gene verhindert, teilte die Universität in einer Presseaussendung mit. Die sensationelle Entdeckung der Forscher: Schaltete man das betreffende Gen bei einzelnen Fadenwürmern aus, zeigten sich diese nicht nur deutlich widerstandsfähiger gegenüber Stress, auch die Alterung der Tiere konnte um über zwei Drittel verlangsamt werden. Der Mensch besitzt ebenfalls ein solches Gen, und mehr als 75 Prozent der Aminosäure-Bausteine in den entscheidenden Bereichen sind identisch mit jenen des Fadenwurms. [aus einer österreichischen Zeitung]

Text 5 - Überschrift:

Wissenschaftern des Londoner King's College ist es im Rahmen einer Studie gelungen, einen zentralen genetischen Baustein der Alterung zu identifizieren: Ein Erbgutbereich auf Chromosom 3 erfüllt offenbar eine entscheidende Funktion beim Altern von Körperzellen und damit des gesamten Organismus. Im Fokus der Untersuchung standen die Telomere, jene fadenförmigen Chromosomen-Enden, welche bei jeder Zellteilung kürzer werden und damit für die Lebenserwartung einer Zelle maßgeblich bestimmend sind - ähnlich wie bei einer tickenden Uhr. Das Team des King's College untersuchte eine große Probandengruppe mit der genetischen Besonderheit auffallend kurzer Telomere und identifizierte dabei den dafür verantwortlichen Erbgutabschnitt auf Chromosom 3. Erbt man diese genetische Variante, büßt man umgerechnet 3,6 Jahre an Telomerlänge ein, konnten die Wissenschaftler berechnen. Der Studie zufolge gibt es offensichtlich Menschen, bei denen ein schnelleres Altern genetisch vorprogrammiert ist. [aus einer österreichischen Zeitung]

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