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A WWF-Projekt zu Artenschutz in Österreich abgeschlossen
B 52 Staaten der Erde unterzeichnen Artenschutzabkommen
C Forscher überlebt Expedition in den Bergen
D Verlust von Lebensraum führt zu Artensterben
E Schweizer Projekt für den Naturschutz
F Experten dokumentieren weltweites Artensterben
G Ein eigener Tag zur Entdeckung der Artenvielfalt in Deutschland
H Internationales Forscherteam entdeckt Region mit unbekannten Tier- und Pflanzenarten
I Biologen entdecken neue Pflanzenart im Berliner Zoo
K Schweizer Wissenschaftler fördern die Landwirtschaft
(1) Die Artenvielfalt in Flora und Fauna nimmt rasant ab. Einer neuen Studie zufolge hat der Mensch die Todesrate der Spezies auf das 100- bis 1.000-Fache des natürlichen Maßes getrieben. Experten erstellten jetzt eine Weltkarte mit den „Epizentren des Artentods". Die Warnungen aus der Wissenschaft werden immer dramatischer. Mittlerweile reden Experten von einer bevorstehenden „globalen Krise" für die Artenvielfalt. Die Biologen untersuchten Arten, über die es weltweite Daten gibt. Dazu zählen Säugetiere, Vögel, Amphibien, einige Reptilien und als einzige Pflanzengattung Nadelhölzer. „Obwohl die Rettung von Tier- und Pflanzenarten für sich genommen lebenswichtig ist, geht es um viel mehr", betonte Mike Parr von der Alliance for Zero Extinction, einem Zusammenschluss von Umwelt- und Tierschutzorganisationen aus 52 Staaten. „Die künftige genetische Vielfalt der Ökosysteme der Erde steht auf dem Spiel." [aus einer österreichischen Zeitung]
(2) Einmal im Jahr lädt das Magazin GEO zur Expedition in die heimische Natur. Für die Teilnehmer gilt es, innerhalb von 24 Stunden in einem begrenzten Gebiet in Deutschland möglichst viele verschiedene Pflanzen und Tiere zu entdecken. Ziel des GEO-Tags der Artenvielfalt ist eine Bestandsaufnahme unserer unmittelbaren Umwelt: Was wächst und gedeiht eigentlich in hiesigen Breiten? Dabei zählt nicht der Rekord. Vielmehr geht es darum, Bewusstsein zu wecken für die Biodiversität vor unserer Haustür. Der GEO-Tag hat sich mittlerweile zur größten Feldforschungsaktion in Mitteleuropa entwickelt. Deutsche Experten wie Biologen und Zoologen untersuchen an mehreren Orten zwischen Bremerhaven und Helgoland die Artenvielfalt der Nordsee. Eine Hauptaktion fand im Berliner Tiergarten statt, erforscht wurde dort die Ausbreitung von Tier- und Pflanzenarten auf innerstädtischem Terrain. [aus einer deutschen Zeitung]
(3) Es ist ein neu entdecktes Paradies in Zeiten von Abholzung und Umweltverschmutzung: Forscher haben im indonesischen Dschungel neue Tierarten, unbekannte Pflanzen und einen lange verschollenen Paradiesvogel gefunden. Die Expedition führte das Forscher-Team aus Australien, Indonesien und den USA im vergangenen Dezember in die abgeschiedenen Foja-Berge im westlichen Teil der Insel Papua. Die Methode der Forscher wird Rapid Assessment Field Trip (RAP) genannt: die schnellstmögliche Katalogisierung möglichst vieler Arten. Das Ziel der Expedition, unter anderem von der National Geographic Society finanziert, war aber nicht nur, neue Arten zu entdecken. „Näher kommt man auf der Erde nicht an den Garten Eden heran", sagte Beehler, einer der Forscher. Er verwies auf den Wert der Region als Reservat für die Artenvielfalt. [aus einer Schweizer Zeitung]
(4) Als eines der ersten Länder weltweit erfasst die Schweiz ihre biologische Vielfalt. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) hat dazu das Biodiversitäts-Monitoring Schweiz (BDM) gestartet. Im Rahmen dieses Projektes zählen Fachleute regelmässig Tiere und Pflanzen im Gelände. Ihre Stichproben entnehmen die Expertinnen und Experten an festgelegten Punkten, die gleichmässig über die ganze Schweiz verteilt sind. Diese Daten bilden eine wichtige Basis für die künftige Naturschutzpolitik. Das BDM kann so Entwicklungen der biologischen Vielfalt frühzeitig erkennen, Massnahmen auslösen und aufzeigen, ob diese auch den gewünschten Effekt haben. Dazu erfasst das Projekt mithilfe seiner Methode sowohl den Zustand der Artenvielfalt wie auch die Einflüsse und Massnahmen zu ihrer Veränderung. Ein Beispiel: Seit einigen Jahren fördert der Bund die Anlage von „Buntbrachen"* in der Landwirtschaft. Die BDM-Daten ermöglichen Rückschlüsse, ob diese Direktzahlungen tatsächlich dazu führen, dass dadurch die Artenvielfalt wieder zunimmt. [aus einer Schweizer Internetbroschüre]
* Buntbrachen: ökologische Ausgleichsflächen, die intensiv genutztes Ackerland aufwerten
(5) Obwohl Österreich relativ klein ist, verfügen zahlreiche verschiedene Naturräume über eine überdurchschnittliche Vielfalt an Pflanzen. Auch bei den Tieren weist Österreich im Verhältnis zur Fläche eine enorme Vielfalt auf. Doch diese ist bedroht und in den sogenannten „Roten Listen" müssen rund 2.800 Arten als unterschiedlich stark gefährdet angeführt werden. Diese Listen sollen einen Überblick darüber geben, welche Tier- und Pflanzenarten besonders vom Aussterben bedroht sind. Die Hauptbedrohung liegt in den meisten Fällen darin, dass durch die modernen intensiven Bewirtschaftungsformen in Land- und Forstwirtschaft Lebensräume schwinden. Der World Wildlife Fund (WWF) setzt sich daher seit seiner Gründung dafür ein, durch den Beitritt zu internationalen Abkommen und durch die Verbesserung der nationalen Gesetze die Vielfalt auf der gesamten Landesfläche zu erhalten. Er fordert die Unterschutzstellung besonders artenreicher Biotope ein. Zusätzlich führt er spezielle Programme und Projekte für einzelne Arten durch. [aus einer österreichischen Zeitung]
