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z Intelligenz (von lat. intellegere = „verstehen", wörtlich „wählen zwischen …" von lat. inter = „zwischen" und legere = „lesen, wählen") ist in der Psychologie ein Sammelbegriff für die kognitive Leistungsfähigkeit des Menschen.
- Dass der Mensch über multiple Intelligenzen verfüge, die in keinem Zusammenhang miteinander stehen, ist eine These, die wiederum von anderen Forschern vertreten wird. Nach dieser Theorie ist es nicht möglich, Menschen hinsichtlich ihrer Intelligenz in eine - wie auch immer im Detail geartete - Reihenfolge zu bringen, da jeder Mensch in irgendeiner Hinsicht einzigartig ist.
- In diesem Zusammenhang meint dies das Denken in einem enggefassten Sinne, nicht - wie beispielsweise in bestimmten Teilgebieten der Philosophie oder Psychologie - das Bewusstsein oder die Fähigkeit zu einem Bewusstsein generell. Auch wenn viele kognitive Prozesse im Menschen bewusst ablaufen, haben „Kognition" und „Bewusstsein" nicht die gleiche Bedeutung. So können bestimmte Prozesse im Menschen unbewusst und dennoch kognitiv sein; ein Beispiel hierfür ist das unbewusste Lernen.
- Für eine quantifizierende Bewertung solcher Differenzen wurden Intelligenztests entwickelt. Da Intelligenz unterschiedlich definiert wird, gibt es verschiedenartige Intelligenztests. Dabei geht man davon aus, dass Leistungsunterschiede in Intelligenztests auch Unterschiede der kognitiven Leistungsfähigkeit im täglichen Leben abbilden.
- Ein weiterer, eigenständiger Forschungsbereich, der in unmittelbarem Zusammenhang mit „Intelligenz" steht, ist die sogenannte „Künstliche Intelligenz". Dies ist ein Teilgebiet der Informatik, welches sich mit der Automatisierung intelligenten Verhaltens befasst. Der Begriff ist insofern nicht eindeutig abgrenzbar, als dass es bereits an einer genauen Definition von Intelligenz mangelt. Dennoch findet er in Forschung und Entwicklung Anwendung. Im Allgemeinen bezeichnet „künstliche Intelligenz" oder „KI" den Versuch, eine menschenähnliche Intelligenz nachzubilden, d. h. einen Computer zu bauen oder so zu programmieren, dass dieser eigenständig Probleme bearbeiten kann. Oftmals wird damit aber auch eine effektvoll nachgeahmte Intelligenz bezeichnet, insbesondere bei Computerspielen, die durch meist einfache Algorithmen ein intelligentes Verhalten simulieren sollen.
- Diese unsichere Abgrenzung zwischen reflektierten und unreflektierten Erkenntnisprozessen zeigt, dass es keine eindeutige Definition von Intelligenz gibt. Stattdessen existieren verschiedene Intelligenzmodelle. Ein Modell geht davon aus, dass allem intelligenten Handeln eine latente (nicht direkt beobachtbare) Variable zugrunde liegt und dass zwischen verschiedenen Individuen quantitative Unterschiede bezüglich der Ausprägung dieser Variable bestehen. Diese Unterschiede könnten dann auf einer Intervallskala dargestellt werden.
