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Westfälische Agrar-Unternehmertage
Bericht zu den westfälischen Agrar-Unternehmertagen
Datum: 01.-04. Februar
Verfasst von: Hubert Storck (Interne Kommunikation)
Verteiler: Geschäftsführung, Vertrieb, MarketingAllgemeines
Die Agrar-Unternehmertage finden jährlich an wechselnden Orten statt, diesmal in Dülmen, und wenden sich an ein regionales Publikum im Raum Westfalen. Mit 2500 Teilnehmern war die Messe gut besucht. Die meisten Besucherinnen und Besucher waren Inhaber eigener landwirtschaftlicher Betriebe.
Unser Messeauftritt
Wir waren als DTF GmbH bereits gut bekannt und hatten viele Besucher am Stand. Im Vorfeld der Messe hatten wir entschieden, nicht alle unsere Produkte auszustellen, sondern unseren Stand mit dem Schwerpunkt „Pflanzenernährung" zu gestalten. Werbematerialien zu unseren Pestiziden hatten wir zwar auch am Stand, jedoch wurden diese weniger prominent platziert. Das Thema Dünger bzw. Pflanzenernährung kam sehr gut an, denn durch die Insolvenz der Firma Stolzenberg haben viele Landwirte ihren Lieferanten für Düngemittel verloren. Dementsprechend groß war die Nachfrage nach unseren Mineraldüngern.
Unser neuer Stickstoff-Dünger „Pflanzenwohl" kam besonders gut an. Die Marketing-Abteilung hat mit ihrem ansprechenden Flyer dafür gesorgt, dass es sofort Aufmerksamkeit für das neue Produkt gab. Die Vorteile werden sehr gut dargestellt. Wir hatten ja im Vorfeld darüber diskutiert, ob die Positionierung des Düngers „Pflanzenwohl" für alle Kulturen, alle Böden und alle Termine nicht zu unspezifisch wäre. Das sahen jedoch die Kunden nicht so, sondern bestätigten uns darin, ein Allround-Produkt für alle Erfordernisse anzubieten. „Das macht das Leben einfacher", meinte ein Kunde.
Wir haben ja außerdem die Steigerung der Erträge durch den Dünger „Pflanzenwohl" im Flyer hervorgehoben. Letztendlich ist dies das wichtigste Argument, wenn es zu einer Kaufentscheidung kommt. Allerdings muss ich berichten, dass die Messebesucher häufig Probleme mit der Darstellung hatten. Sie konnten die Maßeinheiten nicht finden und daher das Diagramm nicht richtig interpretieren. In Zukunft müssen die Kollegen vom Marketing die Darstellung unbedingt verbessern.
Das war aber nur eine Kleinigkeit. Wir haben bereits am Stand gute Abschlüsse tätigen können und werden in den nächsten Wochen bei vielen Landwirten nachfassen können, die Interesse bekundet und ihre Adressen am Stand gelassen haben. Übrigens haben den Besuchern auch unsere kleinen Düngerpäckchen gut gefallen, die wir ihnen als Werbegeschenk überreicht haben.
Wettbewerbsbeobachtung
Unser größter Konkurrent in der Region ist nach wie vor die NARA AG. Ihr Messestand war riesig und leider auch besser positioniert als unserer. Interessant war die neue Werbekampagne für den NARA-Dünger. Sie betonen bei der Kundenansprache die genaue Nährstoffverteilung auf dem Feld. Die Argumentation lautet: Der NARA-Dünger ist perfekt in der Konsistenz. Deshalb kann man ihn sehr gleichmäßig ausbringen. Die verschiedenen Nährstoffe werden auch bei leichtem Wind noch gut verteilt. Die Körner verklumpen nicht, wenn man dem Werbeprospekt glauben kann. Das können wir von unserem Produkt so nicht behaupten.
Messetrends
Ein heiß diskutiertes Thema war die Tierhaltung. Wir wissen alle, dass die Verbraucher heute Produkte von „glücklichen" Tieren kaufen möchten, was für uns auch ein wichtiges Anliegen ist. Wie man auch dazu steht, man muss diese Punkte sehr ernst nehmen. In erster Linie wurden neue Konzepte für die Milchviehhaltung diskutiert, wobei es dann eher weg vom Tierwohl und hin zu einer softwaregestützten Analyse ging. Die neue Software „Kuhstall 2050" schien mir sehr interessant, eine wirklich hervorragende systematische Schwachstellenanalyse für die Milchviehhaltung. Sie wurde von einem jungen Team programmiert, das wir auch einmal als Dienstleister ansprechen könnten. Wenn wir tatsächlich entscheiden, unsere Dünger-App zu optimieren, benötigen wir aus meiner Sicht einen neuen Dienstleister.
Ein „weiches" Thema war der Generationenwechsel auf den Höfen. Immer mehr Landwirte haben Probleme mit der Nachfolgeregelung, weil ihre Söhne nicht mehr so mitziehen wie früher. Nach einigen Gesprächen weiß ich, dass mittlerweile auch eine gar nicht geringe Zahl von Töchtern die Hofnachfolge antritt, aber im Großen und Ganzen bleibt die Landwirtschaft doch weitgehend eine Männerdomäne. Wenn der Hof nicht in der Familie bleiben kann, wird verkauft. Immer mal an Nachbarn, aber der Trend geht ganz klar in Richtung Großinvestoren aus dem In- und Ausland. Solche internationalen Käufer sollten wir stärker in unsere Vertriebsstrategie einbeziehen. Der entgegengesetzte Trend, die Rückstufung des Hofbetriebs zum Nebenerwerb, geht ebenfalls mit dem Generationenwechsel einher. Zahlen dazu gab es nicht, aber sicherlich ist die Nebenerwerbslandwirtschaft gerade für unsere breit aufgestellten Produkte wie den Dünger „Pflanzenwohl" ein lohnender Markt.
Fazit
Die Agrar-Unternehmertage sind eine wichtige Messe für uns. Wir sollten nächstes Jahr wieder mit einem großen Messestand teilnehmen.
Die Marketing-Abteilung wird die Flyer zum Dünger „Pflanzenwohl" optimieren, der Außendienst die Messekontakte wieder aufnehmen und Besuche vereinbaren. Es wäre empfehlenswert, dass die Abteilungsleiter die Punkte aufarbeiten, die auf der Messe angesprochen wurden (Tierschutz, Software-Lösungen, Generationenwechsel).
32 Hubert Storck
33 Die Agrar-Unternehmertage richten sich vor allem an
34 Die DTF GmbH
35 Der Stickstoff-Dünger „Pflanzenwohl"
36 Das Marketing für den Dünger „Pflanzenwohl"
37 Herr Storck
38 Die NARA AG
39 Der Autor
40 Die Software „Kuhstall 2050" hat Herrn Storcks Interesse geweckt, weil
41 Wenn Landwirte in den Ruhestand gehen,
42 Nach der Messe
