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Wohnen in Hamburg
Die Stadt Hamburg vermittelt seit diesem Herbst Zimmer an Studierende, die eine Wohnung suchen. Statt mit Geld bezahlen die jungen Leute für ihr neues Zuhause mit Hilfsarbeiten. Für jeden Quadratmeter des Zimmers arbeiten sie eine Stunde monatlich für ihren Vermieter oder ihre Vermieterin. Welche Arbeiten sie übernehmen, wird vorher genau festgelegt: Sie gießen z. B. die Blumen vor dem Haus oder lesen aus der Zeitung vor. Krankenpflege gehört ausdrücklich nicht zu ihren Pflichten.
„In Hamburg gibt es wenige günstige Wohnungen. Die Mieten steigen jährlich. Und jeden Herbst suchen Tausende neuer Studierender ein bezahlbares Zimmer. Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die allein in einer großen Wohnung wohnen und sich über Gesellschaft freuen", erklärt Thomas Schmidt, ein Mitarbeiter des Hamburger Wohnungsamtes. Meist bieten ältere Menschen ein Zimmer gegen Hilfe an. Doch auch Alleinerziehende oder Berufstätige, die viel auf Reisen sind, rufen bei Thomas Schmidt an.
Der Erfolg zeigt, dass die Stadt Hamburg auf dem richtigen Weg ist. Oft bleiben die Studierenden bis zum Ende ihres Studiums in der Wohngemeinschaft. „Und wenn es zwischendurch einmal Streit gibt", meint Thomas Schmidt, „dann helfe ich. Aber das ist nur selten nötig. Es funktioniert gut! Deshalb bieten inzwischen auch viele andere Städte in ganz Deutschland erfolgreich ‚Wohnen gegen Hilfe' an."
Beispiel: Für diese Art des Wohnens müssen Studierende … → ganz bestimmte Aufgaben übernehmen.
7. In diesem Text geht es darum, dass das Wohnungsamt Hamburg …
8. Vermieter interessieren sich für die Wohngemeinschaften, weil sie …
9. Thomas Schmidt sagt, dass …
Je älter, desto glücklicher
In einer Studie wurden Schweizerinnen und Schweizer gefragt, wie sie ihre Lebensqualität einschätzen. Das Ergebnis überrascht: Am glücklichsten sind ältere Menschen, die in einer Partnerschaft leben und keine Kinder haben.
Der Psychologe Peter Lorenz bestätigt: „Menschen fühlen sich mit zunehmendem Alter wohler. Zufrieden sind Menschen auch in jungen Jahren. In der Mitte des Lebens gibt es allerdings ein Tief: Den 30- bis 40-Jährigen sind die Karriere und die Gründung einer Familie sehr wichtig. Doch plötzlich stehen die Kinder im Vordergrund und Zeit für den Partner und persönliche Interessen wie Reisen, Theater, Sport und Lesen fehlt. Deshalb sind die Leute in diesem Alter oft unzufrieden. Mit steigendem Alter haben die Menschen dann wieder Zeit für ihre Interessen und realisieren, dass nicht nur ewige Jugend mit Fitness und glatter Haut glücklich macht."
Laut Psychologe Lorenz erhöhen Kinder die Zufriedenheit kaum. Das Alltagsleben mit Kindern ist oft stressig. Häufig arbeiten beide Elternteile und die Tagesplanung ist schwierig. Sich um die Kinder kümmern, einkaufen, den Haushalt machen - immer hat man zu wenig Zeit. Nachwuchs bedeutet aber auch Glück, trotz all dem Stress, den er produziert. Der wichtigste Faktor für ein glückliches Leben ist ein Sozialleben, das funktioniert: Kommunikation, gemeinsame Zeit und Unterstützung im Freundes- und Familienkreis.
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12. Ältere Menschen sind glücklicher, weil sie …
