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DSD II - C1 - Leseverstehen Teil 2 - Ferien im All

Lesen Sie den Text und die Aufgaben (6-12). Kreuzen Sie bei jeder Aufgabe an: „richtig", „falsch" oder „Der Text sagt dazu nichts".

Ferien im All

Noch gibt es den Weltraumtourismus nicht, lediglich einige wenige Multimillionäre haben bereits ein Weltraumabenteuer erleben können. Obwohl noch manches in den Sternen steht, rückt der Weltraumtourismus in greifbare Nähe. Was man für einen individuellen Urlaub im Weltall bezahlen muss, ist noch weitgehend unbekannt, obwohl es genügend Leute gäbe, die eine solche Reise bezahlen könnten. Außerdem fühlen sich Menschen, die das Abenteuer in der Tiefsee suchen oder nur mit einem Seil gesichert in die Tiefe springen, wahrscheinlich auch im Weltall wohl. Für viele Touristen macht gerade das Risiko den Reiz aus, denn sie sind durchaus über die Gefahren informiert, die so eine Reise mit sich bringt. Deshalb kann man die Zukunft des Weltraumtourismus optimistisch sehen. Mit dem Weltraumtourismus ließe sich folglich ungeheuer viel Geld verdienen.

Dies gilt vor allem, wenn man Weltraumhotels bauen würde. Dort könnte der Gast dann in der Schwerelosigkeit Sport treiben und ganz neue körperliche Erfahrungen machen, wie zum Beispiel dem eigenen Essen hinterherzuschweben. In Zonen mit künstlicher Gravitation kann er sich entspannen. Und bei allem, was er tut, kann er auf die blaue Erde gucken.

Bis jetzt existiert aber noch nicht einmal ein Transportsystem, das viele Gäste auf einmal dorthin befördern könnte. Eine Rakete müsste wegen der enormen Kosten immer wieder einsetzbar sein. Wenn sich das Ganze rechnen soll, muss sich die Zahl der Interessenten erheblich steigern, denn die hohen Entwicklungskosten müssen auch wieder eingenommen werden. Außerdem schrecken die ökologischen Gefahren, zum Beispiel die enorme Abgasentwicklung, viele Investoren aus der Tourismusbranche ab.

Wenn es gelänge, den Weltraumtourismus größeren Kundengruppen zugänglich zu machen, könnte auch die Wissenschaft davon profitieren. Die Wissenschaftler versprechen sich eine wesentlich höhere Akzeptanz ihrer Forschungspläne für den Weltraum, wenn möglichst viele Menschen das Gefühl haben, dass sie selbst auch einen persönlichen Nutzen davon haben.

In etwa zehn Jahren wird der Abenteuerurlaub im Weltraum voraussichtlich zu einer richtigen Attraktion werden. Man kann dann die Schwerelosigkeit genießen und dabei gleichzeitig die Erde aus einer anderen Perspektive betrachten. Aber vorher muss man wahrscheinlich seine Ekelgefühle überwinden, denn aufbereiteten Urin statt Wasser zu trinken ist ja nicht jedermanns Sache. Das Wasser an Bord wird nämlich knapp sein, besonders bei mehrtägigen Flügen, und muss durch Recycling gewonnen werden. Wer das alles in Kauf nimmt, wird dann einfach nur sagen: Das war ein unvergessliches Abenteuer!

6. Viele Menschen haben bereits ihr Interesse an einem Weltraumurlaub gezeigt.

7. Der Weltraumtourismus hat gute wirtschaftliche Perspektiven.

8. Die Konstruktion von Hotels im Weltraum ist eine große Herausforderung für Architekten.

9. In einem Weltraumhotel würde es Bereiche mit und ohne Gravitation geben.

10. Die ersten Raketen für den Weltraumtourismus gibt es bereits.

11. Mögliche Umweltschäden sind den Tourismusunternehmen egal.

12. Wissenschaftler befürchten, dass der Weltraumtourismus ihrer Weltraumforschung schadet.

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