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Fragt man im Ausland nach dem Lieblingsgemüse der Deutschen, ist die Antwort „Kartoffeln". Das ist zwar richtig, aber von April bis Juni ist Spargel der Star unter den Gemüsesorten. Die Römer haben den Spargel nach Mitteleuropa gebracht. Sie kannten nur grünen Spargel, er war schon damals sehr beliebt. Seitdem wird Spargel in Mitteleuropa als Gemüse, aber auch als Mittel gegen Krankheiten angebaut.
In Deutschland isst man vor allem weißen Spargel. Der Anbau von Spargel ist schwieriger als der Anbau anderer Gemüsesorten, weil er unter der Erde wächst. Er wird auch „Weißes Gold" genannt, denn Spargel ist viel teurer als andere Gemüsearten.
Sobald weißer Spargel mit Licht in Berührung kommt, wird er violett. Es reichen Temperaturen von zwölf Grad, damit er wachsen kann. Durch Wärme wächst der Spargel aber schneller. Viele Bauern haben deshalb Heizanlagen für warmes Wasser, um das beliebte Gemüse möglichst früh zu ernten. So kann der Spargel schon Anfang April verkauft werden, allerdings ist er dann besonders teuer.
Das Geheimnis des Spargels ist seine Frische: Er sollte wenige Tage nach der Ernte gegessen werden, sonst wird die Qualität schlechter. Gegen Ende Juni ist die Spargelzeit in Deutschland vorbei, aber in den Supermärkten gibt es das ganze Jahr über ausländischen Spargel.
10. Das typisch deutsche Gemüse ist für Ausländer der Spargel.
11. Die Römer haben Spargel in Mitteleuropa kennen gelernt.
12. In der Sonne verändert weißer Spargel seine Farbe.
13. Für den ersten Spargel im Jahr muss man viel bezahlen.
14. Spargel kann man in Deutschland zu jeder Jahreszeit kaufen.
