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Grenzen im Leistungssport

Grenzen im Leistungssport
von Dominik Schottner

Die Erwartungen an Sportler werden seit Jahrzehnten ständig erhöht, von den Medien, Sponsoren, Verbänden und von den Sportlern selbst. Doch wo liegen die Grenzen menschlicher Leistung? Gibt es überhaupt welche?

Dr. Hartmut Herrmann, Sportwissenschaftler an der Universität Leipzig, sagt: „Ja, solche Grenzen gibt es.“ Die Beschaffenheit der Muskelfasern oder der Achillessehne, psychische Belastbarkeit oder Tagesform – all das seien Faktoren, die die Leistung begrenzen. Aber, sagt Herrmann, wer Grenzen durch genaue Zahlen festlegen will, „denkt zu eng.“

Berechnungen zufolge kann bis zum Jahr 2050 die Zeit für einen Marathon noch um drei Minuten unterboten werden. Auch 9,6 Sekunden auf der 100-Meter-Strecke sind theoretisch möglich. Welche Zeiten der menschliche Körper am Ende erlaubt, weiß man heute nicht.

Sportphysiologen geben zudem Folgendes zu bedenken: Selbst wenn es eine körperliche Leistungsgrenze geben sollte, wird sie wohl nie erreicht. Zu klein ist die Chance, dass ein optimal durchtrainierter Sportler ohne psychische Probleme auf ideale äußere Bedingungen stößt.

So reizvoll es ist, die eigenen Grenzen immer weiter zu verschieben, und so schön es für das Publikum ist, bei den Erfolgen zuzusehen, so sehr kann Leistungssport auch zum Gesundheitsproblem werden – nicht zuletzt auch deshalb, weil Doping in diesem Bereich eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt.

Quelle: www.fluter.de vom 11.08.2008 (zu Prüfungszwecken bearbeitet)

Weltrekorde im 100-Meter-Lauf (Männer) 9,2 9,4 9,6 9,8 10,0 10,2 10,4 10,6 10,8 Zeit in Sekunden Jahr 10,6 1912 10,3 1930 10 1960 9,86 1991 9,84 1996 9,77 2005 9,76 2006 9,69 2008 Quelle: www.fluter.de vom 11.08.2008 (zu Prüfungszwecken bearbeitet) mein-deutschkurs.com

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