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TestDaF - C1 - Leseverstehen 2 - Lebensraum Autobahnrand

Übung im Format des TestDaF, Leseverstehen Aufgabe 2. Lesen Sie den Text und markieren Sie bei jeder Aufgabe die richtige Antwort.

Lebensraum Autobahnrand

Siedlungen, Gewerbegebiete und Straßen fressen sich seit Jahrzehnten in die Landschaft. Für viele Tier- und Pflanzenarten bedeutet das, dass ihre angestammten Flächen kleiner werden und sie in Gebiete ausweichen müssen, die vom Menschen geprägt sind. Ausgerechnet an einem Ort, den kaum jemand mit Naturschutz in Verbindung bringt, finden sie dabei erstaunlich gute Bedingungen: am Rand der Autobahn.

Die begrünten Streifen zwischen Fahrbahn und Zaun umfassen in Deutschland eine Fläche von der Größe eines mittleren Naturparks. Sie werden nicht gedüngt, nicht beweidet und höchstens zweimal im Jahr gemäht, und betreten darf sie niemand. Was dort wächst, wächst weitgehend nach eigenen Regeln - eine Ruhe, die es in der übrigen Kulturlandschaft kaum noch gibt. Für große Säugetiere taugen die schmalen Streifen freilich nicht; wer hier lebt, ist klein.

Ein Beispiel ist der Sandlaufkäfer, ein flinker Jäger von knapp zwei Zentimetern Länge. Seine Larven graben senkrechte Röhren in offenen, sandigen Boden und lauern darin auf Beute. Genau solche vegetationsarmen, schnell abtrocknenden Böden entstehen an den Böschungen der Autobahn immer wieder neu, während sie anderswo längst zugewachsen sind. Der Käfer stellt an die Nahrung keine besonderen Ansprüche; entscheidend ist allein, dass seine Nachkommen den passenden Untergrund vorfinden. Auf der Roten Liste steht die Art heute in mehreren Bundesländern.

Warum weichen die Arten nicht einfach in die Städte aus? Der Grund liegt im Boden. Wo nicht ohnehin gebaut ist, wird der Untergrund in Parks und an Wegrändern täglich von Schuhsohlen und Reifen zusammengedrückt; verdichteter Boden aber lässt weder Wurzeln noch Insektenlarven genug Raum. Auch das offene Land bietet immer weniger: Auf intensiv bewirtschafteten Äckern findet sich nach Schätzungen von Ökologen nur noch ein Bruchteil der Arten, die in der Region eigentlich heimisch wären.

Der Autobahnrand hat allerdings zwei Gesichter. Die Fahrbahn wirkt wie eine Falle: Wer sie überquert, überlebt es häufig nicht, und für viele bodenlebende Arten zerschneidet sie den Lebensraum endgültig. Der Biologe Reck weist zudem auf einen zweiten Punkt hin. Über die Häfen und Flughäfen gelangen ständig Samen aus anderen Erdteilen nach Europa; das dichte Straßennetz verteilt sie anschließend im ganzen Land, weil der Fahrtwind sie über weite Strecken mitträgt. Das Schmalblättrige Greiskraut, ursprünglich in Südafrika beheimatet, ist auf diesem Weg gewandert: Biologinnen und Biologen haben es inzwischen an Autobahnen in ganz Deutschland nachgewiesen. Für Weidetiere ist die Pflanze giftig.

Wie also sollte man mit diesen Flächen umgehen? Fachleute aus der Ökologie halten die verbreitete Praxis, die Böschungen mit billigen Rasenmischungen einzusäen, für einen Fehler. Wer stattdessen Saatgut aus der jeweiligen Region verwendet, erhält Pflanzengesellschaften, die zu den Tieren vor Ort passen und die weniger anfällig sind. Über die Zerschneidung der Landschaft hilft das nicht hinweg - dafür braucht es Grünbrücken -, aber es macht aus einer Restfläche einen Lebensraum. Der Befund insgesamt bleibt widersprüchlich und überrascht doch: Ein Streifen, den wir täglich mit 130 Stundenkilometern passieren, beherbergt mehr Arten als das Feld dahinter.

Beispiel (0) Weil immer mehr Landschaft bebaut wird, → müssen Tiere und Pflanzen in vom Menschen geprägte Gebiete ausweichen.

11 Die Grünflächen am Autobahnrand

12 Der Sandlaufkäfer kommt an der Autobahn gut zurecht, weil er

13 Über den Sandlaufkäfer erfährt man, dass er

14 Pflanzen finden in Städten schlechte Bedingungen, weil

15 Über intensiv bewirtschaftete Äcker sagt der Text, dass sie

16 Nach Reck gelangen fremde Pflanzensamen vor allem

17 Über das Schmalblättrige Greiskraut haben Biologen herausgefunden, dass es

18 Als nachteilige Wirkung der Autobahn nennt der Text,

19 Fachleute aus der Ökologie empfehlen, die Böschungen

20 Insgesamt vertritt der Text die Auffassung, dass der Autobahnrand

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