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Goethe - B2 - Lesen Teil 3 - Doktor Google

Du liest in einer Zeitung einen Artikel über das Verhalten von Kranken in Zeiten des Internets. Wähle bei jeder Aufgabe die richtige Lösung.

Doktor Google

Das Wartezimmer in Arztpraxen ist voll mit Menschen, Bakterien und verbrauchter Luft. Bevor sich jemand zusätzliche Viren ins Gesicht husten lässt, bleibt er manchmal lieber zu Hause und sucht Rat beim Doktor im Netz.

38 Prozent von Deutschen suchen bei Gesundheitsfragen Rat im Internet und klicken Gesundheitsportale an, fand man kürzlich heraus. Innerhalb Europas war das Interesse nur in Schweden, Norwegen und in Finnland noch größer. Laut einer Studie gehört zu den meistgesuchten Krankheiten Diabetes, woran so viele Europäerinnen und Europäer leiden. Ebenfalls oft gesucht: Leiden, über die viele nicht gerne sprechen, auch nicht mit dem Arzt.

Je mehr das Googeln von Krankheiten zum Volkssport wird, desto stärker stellt sich für Politiker und Mediziner die Frage nach der Qualität des Angebots. Kann sein, dass dort Hilfe wartet. Kann aber auch sein, dass die Beschwerden sich nach der Lektüre schlimmer anfühlen als vorher. Denn die Qualität ist in vielen Fällen richtig schlecht: Es gibt häufig lückenhafte Informationen und Widersprüche. Manchmal dienen die Texte und Bilder vor allem dazu, für ein Medikament oder eine Heilmethode zu werben. Wer sich stundenlang durch die Ergebnislisten klickt, landet auf Seiten von Krankenkassen, Vereinen, Pharmaunternehmen, Verlagen, Medizinern, Hobbyratgebern.

Die organisierte Ärzteschaft ist keineswegs grundsätzlich dagegen, wenn sich Patienten online schlau machen. „Die Frage ist nur, wann sie es tun und wo sie suchen", sagt Claudia Becker vom Institut „Medizinisches Zentrum für therapeutische Qualität". Dort hält man es für falsch, Krankheitssymptome, die man bei sich entdeckt hat, per Suchmaschine selbst zu diagnostizieren. „Wenn Patienten richtige und gute Informationen haben, vereinfacht das vieles." Ziel ist dabei nicht das Verständnis fachlicher Details. „Aber Patienten können Ärzte später informiert fragen - und genau darum geht es."

Wer Informationen unkritisch aufnimmt, für den bringt das eher Gefahren statt Orientierung mit sich: Nicht wenige Versprechen auf Heilung sind Betrug. Auch Internetseiten und -foren, die Patienten über Selbsthilfe informieren, sollten mit Vorsicht gelesen werden. „Es ist natürlich vorteilhaft, wenn Ratsuchende anonym von den Erfahrungen ebenfalls Betroffener profitieren können. Andererseits wissen sie nie, mit wem sie sich da gerade über hochsensible Dinge unterhalten."

Eine gewisse Gefahr bestehe vor allem dann, wenn in Foren persönliche Daten wie E-Mail-Adressen, Telefonnummern oder Krankengeschichten abgefragt würden: „Immer wieder kommt es in Patientenforen vor, dass das Gespräch mit anderen Kranken insgeheim von Dritten benutzt wird. Oft wird man danach pausenlos mit unerwünschter Werbung der Gesundheits-Industrie bombardiert."

Beispiel: Immer mehr Kranke in Deutschland … → vertrauen auf Hilfe im Internet.

16. Das Interesse richtet sich auf Krankheiten, …

17. Viele Mediziner und Politiker zweifeln daran, dass …

18. Was ist am Internet-Angebot oft so schlecht?

19. Claudia Becker findet, Patienten sollten sich im Internet …

20. Claudia Becker warnt Patienten vor …

21. Ratsuchende sollten vorsichtig sein, in Foren …

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