In einer Zeitschrift liest du Kommentare zu einem Artikel über das Verbot von Videospielen, in denen viel Gewalt vorkommt (sogenannte „Killerspiele"). Lies die Texte und wähle: Ist die Person für ein Verbot?
Beispiel:
Man hat es bis jetzt nicht wissenschaftlich gezeigt, dass sogenannte Gewaltspiele einen Einfluss auf das Verhalten von Jugendlichen haben? So ein Blödsinn! Ist doch logisch, dass massive Bilder die Gedanken beeinflussen! Für mich ist klar: Durch solche Spiele kann viel Unglück und Schaden entstehen, die müssen weg!
Niko, 52, Saarbrücken → Ja
20. Stefan, 19, Graz
Ich könnte mir vorstellen, dass ein Verbot die gegenteilige Wirkung hätte, denn ein verbotenes Spiel ist doch noch interessanter als ein nicht verbotenes! Außerdem ist es gar nicht möglich, alle Killerspiele abzuschaffen, weil es davon schon viel zu viele gibt. Mein Fazit: Warum „Killerspiele" verbieten, wenn es im Endeffekt sowieso alle spielen und das Ganze gerade durch ein Verbot noch interessanter wird?
21. Dagmar, 23, Leipzig
Wer entscheidet letztlich darüber, welche Spiele man nicht braucht? Dürfen diese Menschen dann auch darüber entscheiden, welche Bücher, Filme oder Musik wir nicht brauchen? Viel wichtiger ist es doch, dass Kinder und Jugendliche lernen, selbst zwischen virtueller und realer Gewalt zu unterscheiden!
22. Kathleen, 49, Cuxhaven
„Töten auf Probe" soll erlaubt sein? Das bedeutet: Mal schnell zu üben, wie man jemanden umbringt, als eine Freizeitbeschäftigung. Wie zynisch kann man sein? Nicht jeder wird zum Glück zum Monster, der sich mit so viel Gewalt und Zerstörung beschäftigt. Die Einstellung dahinter ist aber Ausdruck einer unglaublichen Gleichgültigkeit. Das muss man stoppen, und zwar schnell.
23. Marius, 34, St. Gallen
Ich spiele sogenannte Killerspiele wie CaDu seit bald drei Jahren regelmäßig. Ich habe eine kleine Tochter, eine Frau und einen Job und spiele für den Ausgleich. Nur weil es mal dazu kommt, dass einer auf dieser Welt das Spiel als Realität sieht und durchdreht, müssen dann all die anderen ein Verbot hinnehmen? Es wäre besser, die Altersbeschränkung auf 18 Jahre festzulegen und sie auch strikt einzuhalten.
24. Jonny, 21, Berlin
„Killerspiele" machen schnell aggressiv und man wird davon abhängig. Außerdem besteht die Gefahr, dass jemand nicht mit solchen Spielen umgehen kann und zum Nachahmungstäter wird. Das sind nur zwei Gründe, warum man gegen diese Spiele endlich etwas tun sollte.
25. Robert, 18, Winterthur
In dieser Diskussion fehlt immer die genaue Kenntnis! Meistens ist es bei sogenannten „Killerspielen" nämlich so, dass man in einem Team spielt. Ein solches Spiel stärkt also den Teamgeist. Außerdem steht die Taktik im Vordergrund und nicht eine bestimmte Methode, jemanden umzubringen. So wird das taktische bzw. logische Denken gefördert!
26. Marinette, 38, Frankfurt
Ich denke, dass gewisse Situationen oder Dinge einen Menschen dazu bringen können, etwas zu tun, das er sonst nicht tun würde. Das kann gerade bei sogenannten „Killerspielen" der Fall sein. Deshalb scheint mir ein Verbot sinnvoll zu sein, auch wenn so ein Verbot allein wahrscheinlich nicht viel nützt, denn Killerspiele sind ja nur eine „Inspirationsquelle" für Gewalt.
