Im Internet hast du einen Artikel über ein erfolgreiches, internationales Buchprojekt gefunden. Lies den Text und beantworte danach die Fragen kurz, in Stichworten.
BookCrossing: Bücher gehen auf die Reise
Jedes Jahr feiert man am 23. April den Welttag des Buches. Aus diesem Anlass möchten wir Ihnen heute eine Initiative, namens „BookCrossing" vorstellen.
„BookCrossing" ist ein globales Projekt und wurde im April 2001 von dem US-Amerikaner Ron Hornbaker ins Leben gerufen. Die Idee kam ihm, als er ein paar neue Bücher in sein Regal stellen wollte. Da ist ihm auf einmal klar geworden, dass ihm der nötige Platz im Regal fehlt. Es war voll mit alten Büchern, die er zwar gelesen hatte, aber höchstwahrscheinlich nicht noch einmal lesen würde. Deswegen wanderten einige von den alten Büchern aus dem Regal in eine Ecke, auf den Boden oder in den Keller. Sie waren ihm noch zu wertvoll, um sie ins Altpapier zu werfen. Doch das muss nicht sein! Warum diese Bücher nicht einfach anderen Leuten weitergeben, die sie ihrerseits lesen und dann wieder weitergeben? So ist „BookCrossing" entstanden.
Das Konzept funktioniert ganz einfach: Wer ein Buch zu Ende gelesen hat und es auf die Reise schicken möchte, registriert es auf der BookCrossing-Website, wo das Buch eine Identifikationsnummer erhält. Mit deren Hilfe kann man das eigene Buch immer im Blick behalten. Das heißt, man weiß immer, wer das Buch gefunden, gelesen oder dazu seine Meinung abgegeben hat.
Hat man das Buch erstmal registriert, beginnt der spannende Teil: Man muss es irgendwo absichtlich liegenlassen. Manchmal ist das schwierig, denn es kann vorkommen, dass die Leute einem das Buch netterweise hinterhertragen. Sie könnten nämlich denken, dass man es verloren hat. Die Bücher kann man an jedem öffentlichen Ort liegen lassen, so zum Beispiel auf einer Parkbank. Man sollte aber geschützte Orte bevorzugen, denn einige Bücher werden erst nach Tagen oder Wochen gefunden. Regen und Schnee könnten das Buch bereits in kürzester Zeit beschädigen.
Die Webseite bookcrossing.com existiert seit April 2001. Durch die Medien ist diese Bewegung inzwischen so bekannt geworden, dass sich pro Tag über 330 neue Mitglieder anmelden, und das auf der ganzen Welt. Dabei gibt es keine typischen „BookCrosser". Menschen aus allen Bevölkerungsschichten und Altersklassen sind vom Projekt begeistert und machen mit. Die Zahl der Mitglieder erreicht bald zwei Millionen und steigt immer noch.
Der Erfinder bezeichnet „BookCrossing" auch gern als eine weltweite, offene Bibliothek. Das Tolle daran ist, dass sie vollkommen kostenfrei ist und nur von guten Gedanken und Intentionen angetrieben wird. Wer ein Buch auf die Reise schickt, der möchte in erster Linie ein schönes Leseerlebnis mit anderen teilen.
Wenn Sie Lust bekommen haben beim Projekt mitzumachen, schauen Sie einfach in Ihrem Regal nach, ob Sie ein Buch finden, das Ihnen zwar sehr gefallen hat, von dem Sie aber sicher wissen, dass Sie es nicht noch einmal lesen werden. Wichtig ist, dass Sie das Buch sorgfältig aussuchen, denn „BookCrossing" ist nicht als Entsorgungsmöglichkeit für schlechte Bücher gedacht und sollte daher nicht zu diesem Zweck gebraucht werden. Wenn Sie dann ein passendes Buch gefunden haben, überlegen Sie nicht lange, registrieren Sie es auf der Webseite und schicken Sie Ihr Buch auf die Reise.
Wenn Sie lieber erst mal ein Buch finden wollen, können Sie auf bookcrossing.com schauen, wo in letzter Zeit Bücher freigelassen wurden. Dafür brauchen Sie sich nicht mal zu registrieren. Wenn Sie sich dennoch dafür entscheiden, können Sie auf der Website gezielt in ihrem Heimatort nach Büchern suchen. Zudem erhalten Sie sofort eine Benachrichtigung, wenn ein Buch in der Nähe gelassen wurde.
Seit einigen Jahren gibt es auch in Deutschland ein ähnliches Projekt. Es wird „Buchticket" genannt und funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip wie „BookCrossing". Anfangs wurde diese Initiative vom Buchhandel nicht willkommen geheißen. Man befürchtete, dass dadurch die Zahl der verkauften Bücher sinken würde. Inzwischen weiß man, dass es sogar zu einer Belebung des Büchermarktes geführt hat.
Wenn Sie mehr über diese zwei tollen Projekte erfahren möchten, schauen Sie sich die Webseiten an und machen Sie einfach mit.
Beispiel: Aus welchem Anlass ist der Artikel entstanden? → man feiert den Welttag des Buches
1. Warum konnte sich Ron Hornbaker von seinen alten Büchern NICHT trennen?
2. Was hilft dabei, den Weg des eigenen Buches zu verfolgen?
3. Was für Plätze eignen sich am besten, um ein Buch für andere dort zu lassen?
4. Wem ist die ständig wachsende Popularität des Projekts zu verdanken?
5. Wer gehört zu den Nutzern von „BookCrossing"?
6. Wie nennt Ron Hornbaker sein Projekt noch?
7. Was ist das Hauptziel der Mitglieder von „BookCrossing"?
8. Wofür sollte man BookCrossing auf gar keinen Fall benutzen?
9. Worüber werden registrierte Nutzer innerhalb kürzester Zeit informiert?
10. Wer machte sich wegen des deutschen Projekts Sorgen?
