Lesen Sie zuerst die zehn Überschriften. Lesen Sie dann die fünf Texte und entscheiden Sie, welche Überschrift (a-j) am besten zu welchem Text (1-5) passt.
a Bessere Aufnahmefähigkeit durch Mnemotechnik
b Leichtes Lernen am Computer
c Übungen selbst erstellen leicht gemacht
d SCHNELLER LERNEN DANK MNEMOTECHNIK
e Geistige Leistungsfähigkeit: Nährstoffe für Kopf und Körper
f Durch Faulenzen leichter lernen
g Lernen mit Kohlenhydraten
h Wie Sie Ihr Gedächtnis richtig trainieren
i Lernen ohne Anstrengung
j Mit Gehirnjogging zur besseren Gedächtnisleistung
Text 1
Das Kunstwort Mnemotechnik tritt seit dem 19. Jahrhundert an die Stelle des Begriffes Gedächtniskunst. Sinn und Ziel der Mnemotechnik (aus dem Griechischen: Gedächtnis, Erinnerung) ist die reichhaltige Aufnahme von Informationen und deren bestmögliche Verarbeitung. Daraus resultiert ein bewusstes sich Erinnern - und zwar auf Dauer. Gebräuchlich ist etwa das Bilden von Eselsbrücken und Reimen oder das Entwickeln von inneren Bildern. Es handelt sich also um eine kluge Strategie des effektiven Lernens und Erinnerns. Eine wichtige Rolle dabei spielt die Assoziationstechnik. Will man sich eine Reihe verschiedener Dinge merken, ist es sinnvoll, sich diese bildhaft vorzustellen. Danach stellt man in Form einer lustigen oder schrecklichen Geschichte eine Verknüpfung her, um sich das zu Lernende dauerhaft einprägen zu können.
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Text 2
Zeitintensives Strebern? Das ist Geschichte. Lernen geht schneller und leichter, wenn man sich an sechs Tipps hält. Eine Anleitung nicht nur für Streber. Stundenlanges Lernen? Nein, danke, das kommt für die Schülerinnen und Schüler von Wilfried Helms nicht infrage. Wenige Minuten täglich reichen pro Unterrichtsfach, wenn man etwas Neues lernen will. „Gerade wenn man Probleme in einem Fach hat, ist das genug", sagt der Gründer des Lernzentrums Mind Unlimited. Einzige Bedingung: Wer wirklich etwas lernen und behalten will, braucht einen Überraschungseffekt - und ein Glücksgefühl. „Unser Gehirn ist im Grunde faul", erklärt Helms, „deshalb lernt es nur, wenn es einen Grund hat." Das heißt, wenn es wachgerüttelt wird, weil eine neue Aufgabe bevorsteht. Das Wachrütteln von Schülerköpfen gelingt aber nur, wenn Eltern oder Lehrende eine gute Beziehung zu den Kindern haben. Denn erst diese sorgt dafür, dass der Schüler oder die Schülerin nicht gleichgültig vor den Lerninhalten sitzt. Ist diese Bedingung erfüllt, dann schüttet der Körper Stoffe aus, durch die sich das Gehirn aufs „Büffeln" einstellt, wodurch der Überraschungseffekt und das Glücksgefühl erst eintreten.
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Text 3
Wer ein digitales Quiz zusammenstellen wollte, brauchte früher viel Zeit und technische Sachkenntnisse. Doch damit ist es nun vorbei - dank Michael Hielscher von der Pädagogischen Hochschule Bern. Ein Wort-Bild-Memory zu basteln, ist kinderleicht: Man tippt dazu einen Begriff ins Onlineformular ein. Danach sucht man ein passendes Bild aus einer kostenlosen Bilderplattform oder man lädt ein eigenes hoch. Und weiter geht es zum nächsten Begriff … Dank der kostenlosen Webseite LearningApps.org kann heute jeder eigene Lerneinheiten produzieren und im Web publizieren. Es stehen eine Reihe von Vorlagen wie Zuordnungsübungen, Multiple-Choice-Tests etc. zur Verfügung, die sich beliebig und je nach Anforderung befüllen und weiterentwickeln lassen. Zwar gibt es heute einige kostenlose E-Learning-Plattformen, diese sind aber oft so umständlich zu bedienen, dass der Großteil der Lehrerinnen und Lehrer sowie Kursleiter sie ignoriert.
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Text 4
Es ist eine Schwäche unseres Gehirns: Je älter man wird, desto schwieriger wird es, sich Dinge zu merken. Viele Hirnjogging-Produkte versprechen eine bessere Gedächtnisleistung - viele davon sind jedoch nutzlos. Was aber hilft wirklich? Gedächtnisforscherinnen und -forscher wissen: Reines Auswendiglernen ist nicht genug. „Jeden Tag ein Kreuzworträtsel lösen, heißt noch nicht, dass Sie sich den Einkaufszettel besser merken können", so Hans Georg Nehen, Professor an der Memory Clinic in Essen. Sinnvoll seien andere einfache Übungen. „Wenn Sie an einer roten Ampel stehen, gehen Sie in Gedanken Ihren Weg zurück. Wie viele Kreuzungen haben Sie passiert?" Oder man stellt sich vor dem geistigen Auge vor, wie viele Kreuzungen noch kommen. „Schon eine geringe Trainingsdauer ist effizient", betont Nehen, der auch dem Bundesverband Gedächtnistraining vorsitzt. Das sieht Markus Hofmann ähnlich: „Es aktiviert das Gehirn, sich jeden Tag neuen geistigen Aufgaben zu stellen." Nicht immer dasselbe zu machen, sei eine wunderbare Form neuronaler Stimulation, sagt der Gedächtnistrainer aus München. „Putzen Sie sich mal mit links die Zähne, fahren Sie einen anderen Weg in die Arbeit, drehen Sie die Zeitung zum Lesen auf den Kopf oder dirigieren Sie bei Ihrer Lieblings-CD mit."
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Text 5
Mit der richtigen Ernährung werden Sie zwar nicht schlauer, doch der Verzehr bestimmter Lebensmittel soll die Konzentration und Leistungsfähigkeit steigern sowie Stress reduzieren. Blaubeeren, Nüsse, Avocados, Lachs und Hülsenfrüchte schmecken nicht nur unglaublich gut, sondern sind wahre Energielieferanten fürs Gehirn, sogenanntes Brainfood. Natürlich werden wir durch Lebensmittel nicht intelligenter, die in ihnen steckenden Vitamine und Mineralstoffe können jedoch Leistungstiefs, Konzentrationsschwächen, Gereiztheit und Müdigkeit vorbeugen. Zuallererst gilt: viel trinken. Nur mit genügend Flüssigkeit sind ausreichende Sauerstoffversorgung und die Durchblutung gewährleistet. Leichte Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten und Müdigkeit können erste Anzeichen für einen Flüssigkeitsmangel sein. Mindestens zwei Liter Getränke sollten über den Tag verteilt getrunken werden: am besten Wasser, Kräutertees oder kalorienarme Säfte. Mehr Kraft erhält der Kopf durch Zucker, der langsam ins Blut abgegeben wird - zum Beispiel aus Kohlenhydraten, wie sie in Vollkornprodukten enthalten sind. Auch die Kohlenhydrate aus Hülsenfrüchten werden nur nach und nach aufgespalten, was zu einer gleichmäßigen Zuckeraufnahme und einem stabilen Blutzuckerspiegel führt.
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